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Hier eine Mimikry Arbeit mit Katrin und Jübergturm im Oktober 2011






Wenn Tiere andere Tiere im Verhalten oder in der Optik nachahmen und deswegen von einer dritten Art nicht mehr unterschieden werden können, spricht der Biologe von Mimikry. Und was die Natur kann, kann auch die Kunst. Doch bei mir geht es nicht primär um das Unsichtbar werden, sondern darum die Anpassung zu nutzen um dann wieder aufzufallen. Eine jede Schwebefiege würde sich ins Fäustchen lachen, wenn sie auf Grund ihrer Ähnlichkeit zur Wespe von anderen in Ruhe gelassen wird. Doch mit meiner Malerei will ich keine falschen Tatsachen vortäuschen.  Bei mir geht es darum ein verwirrendes und Interessantes Bild zu erzeugen.

Die Ursprüngliche Idee zur Malaktion stammt allerdings nicht aus dem Biologiebuch. Schon lange habe ich Spaß daran, Formen und Figuren im Bild zu verstecken. Wie Vexierbilder verstecken sich einzelne Bildelemente in meinen Bildern und Zwischenräume nehmen Gestalt an. Diese bilden gleichzeitig einen Bruch zur Realen Komponente in den Bildern und sollen das Auge beschäftigen und verwirren. Linien bilden die Umrisse von Figuren. 

Diese Denkweise habe dann weiterführend auf einer anderen Art und Weise versucht umzusetzen. Was auf der Leinwand funktioniert, das geht auch in der Natur. Es handelt es sich um eine Fotoreihe, bei der ich versucht habe, Malerei und Fotografie zu verbinden. Viele Landschaften erscheinen mir schon an sich malerisch und scheinen mir perfekt geeignet für die Malaktion. Dafür werden dann Gesichter mit Theaterschminke in der Natur bemalt und fotografiert. Die Landschaft, die den Hintergrund bildet, wurde auf entsprechende Art und Weise im Gesicht ergänzt und somit zum Vordergrund hervorgehoben. Die Plastizität des Gesichts führt dazu, dass nunmehr die Malerei nicht auf einem 2 -Dimensionen Grund versucht, etwas Dreidimensionales darzustellen. Vielmehr führt die Plastizität des Gesichtes zu einigen Verzerrungen in der Malerei. Ein gutes Beispiel hierfür ist das New York Bild von Julia Samulewicz, in dem die gemalten Hochhäuser auf ihrer Stirn gebogen erscheinen, aber gerade gemalt wurden. In anderen Bereichen im Bild, verschwimmt jedoch der Übergang zwischen Malerei und photographiertem Hintergrund. Das Foto ist ein Abbild meiner Sichtweise beim Malprozess. Da jede Veränderung der Position des Betrachters des bemalten Gesichts in Natura dazu führt, dass das bemalte Gesicht sich überhaupt nicht mehr in den Hintergrund integrieren lässt. Die Menschen an sich, werden vor, für sie passende oder vertraute Hintergründen bemalt und bilden somit eine Geschlossene Einheit mit ihrer Umgebung. Das Foto hat somit eine erzählerische als auch eine dokumentarische Funktion des bemalten Gesichts und bildet ein Gesamtwerk. Sobald das grobe Bildmotiv in meinem Kopf steht, kann die Malaktion los gehen. Meistens dauert das Malen ein bis zweit Stunden. Das fotografieren, dauert noch einmal eine halbe bis dreiviertel Stunde. Beim Betrachten der Bilder verschwimmen einige Teil oft stark mit dem Hintergrunde, wohingegen andere sehr auffällig sind. Vor allem die Augen, Haare und Kleidung bringen einen Gewünschten Bruch.  (Jana 2011)



 


Titelbild Buch




und hier meine bemalten Freunde

Ralf in der Heinrichshöhle am 21.11.10




5.11.10 Christel auf der Allerheiligenkirmes in Soest am großen Teich







17.10.10 Wir starten einem Ausflug mit dem Melez-Zug von Duisburg in die Zeche Zollverein. Der Melez-Zug ist eine von Künstlern originell gestaltete S-Bahn, ein Projekt zur Begegnung der Kulturen im Ruhr 2010 Jahr.  Anschließend starte ich mit Niko eine Begegnung mit der alten Industrie in der Kokerei der Zeche Zollverein.







15.8.10 Heike und Chianti, Eisborn






11.8.10 morgens um 7 Uhr mit Domi und Tina im Freibad am Damm







6.7.10 Actionpainting im Hallenbad mit Ute und Matthias, ein wieder sehr schwieriges Motiv. Belichtung und Blende und passende Farbe auf den Gesichtern sind draußen bei wechselnden Lichtverhältnissen oft schon extrem schwierig. Im Bad mit Gegenlicht und Bewegung ist das Malen und Fotografieren diesmal eine echte Herausforderung.




 Friedjof im Hafen 20.6.10




Julia II Aasee 20.5.10



Leinwand Tobi, Birke am Leonardo-Campus 19.6.10


Leinwand Julia - Rieselfelder Münster  27.5.10,  mein allererstes Motiv



28.5.10 Regina und die Schimpansen im Zoo Münster





Franzi im Feld 3.6.10




Heike und Jübergturm 13.6.10


Wolfgang im Steinbruch Horst-Eisborn 12.6.10







Hier noch mal Gesichter auf einer Skulptur, ein Projekt vor Mimikry






Ein alte Projekt aus 2008 ist diese Pappmaschee-Arbeit

dieser Prachtkerl wohnt seitdem bei mir zu Hause



Dein alter Stuhl ist jetzt, "Gawong - ein plaudernder Elch"


Bitte erst PDF öffnen und lesen, dann die Multimedia Show Moose im Untermenue Gawong öffen und anschauen.



gawong.pdf
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jabbering_gawong.pdf